Written by 14:27 Mineralstoffe

Selen

Selenmangel

Deutschland ist aufgrund seiner selenarmen Böden Selenmangelgebiet.
Selenbestimmungen sollten immer im Vollblut, nicht im Serum durchgeführt werden, da ein Großteils des Selens in den Zellen benötigt wird. Hier können Serumwerte einen Mangel unerkannt lassen.

Mit einem Selenmangel assozierte Symptome und Erkrankungen:

Schilddrüsenerkrankungen

  • Schilddrüsenentzündungen (Thyreoiditis)
  • Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse
    • Hashimoto-Thyreoiditis
    • Morbus Basedow
  • Schilddrüsenvergrößerung (Struma)
  • Schilddrüsenknoten (Struma nodosa)

Neurologische Symptome und Erkrankungen

  • Beeinträchtigung des Denkens (kognitive Störung)
  • Angst, Verwirrung, Feindseligkeit
  • Koordinationsstörungen
  • verminderte Greifkraft
  • Depressive Störungen
  • Angsterkrankungen
  • Epilepsie
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Neurologische Defizite durch Neurodegeneration:
    • Sehstörungen
    • Sprachstörungen
    • Empfindungsstörungen
    • Bewußtseinsstörungen
    • Muskel-Spastik
  • Morbus Alzheimer
  • Morbus Parkinson
  • Migräne
  • Multiple Sklerose
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

bei schweren Mangelzuständen

Bei einer Selenzufuhr von unter 20 mg pro Tag (z.B. in Selenmangelregionen Chinas):

  • juvenile Kardiomyopathie (Keshan-Krankheit)
  • destruktive Osteoarthropathie (Keshan-Beck-Krankheit)

Selen-Quellen

  • Biofleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Nüsse, v.a. Paranüsse (vorsicht: Strahlen- u. Schimmelbelastung!)
  • Linsen
  • Spargel
  • Kokosraspeln
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